Perth - Millstream Chichester N.P. - Roger Anderes Fotografie

Perth - Millstream Chichester N.P.

Perth - Millstream-Chichester N.P.

Reisedauer: 17. September - 16. Oktober 2017

gefahrene Kilometer: 3 225 km

Die fast 4 Wochen bei Marino und Carolyn vergingen wie im Flug. Wir verbrachten viel gemeinsame Zeit mit den beiden, machten kleine Ausflüge ums Eck und genossen es auch, ein grosses Dach über dem Kopf zu haben, den in Perth ist wohl der Frühling angebrochen, was aber 15 Grad und Regen an einigen, 27 Grad mit Sonnenschein an anderen Tagen bedeutete. Roger genoss es, nachdem er Redland vom Scheitel bis zur Sohle durchgecheckt hatte, mit Marino Zeit rund ums Haus zu verbringen und mit dem neu Einstellen der Küchenschränke holte er sich bei Carolyn wohl einen Freundschaftsbonus auf Lebzeiten. Eine Woche waren die beiden dann noch in den Ferien, währenddessen wir „housesitting“ machen durften und uns ums Haus und Hühner kümmerten. Danach freuten wir uns dann wieder, auf der Strasse sein zu dürfen. Das der Abschied von den beiden aber nur für wenige Wochen war, kam uns sehr gelegen, zu intensiv war die gemeinsame Zeit, zu gross deren beiden Herzen, um sich, zumindest diesmal, für länger als 6 Wochen zu verabschieden. Wir verliessen dann Perth Richtung York, Hyden zum Wave Rock. Dieser Rock ist auch verantwortlich, dass wir Marino überhaupt vor 19 Jahren kennen lernen durften, denn er lebte damals im Nahen Kalgarin, war Farmer und hatte gleichzeitig wenige Zimmer für Reisende aus aller Welt, wo auch wir damals übernachteten und aus einer geplanten Nacht, deren 4 machten. Das daraus eine solche Freundschaft wächst, hätten wir uns damals natürlich nie im Leben erträumt. Den über 250 km langen Holland Track zu fahren, war dann mal wieder so eine super spontane Entscheidung von uns. Aufgrund der vorherigen Regentage, lag da ziemlich viel Wasser, wodurch wir einerseits mehr Zeit benötigten als gedacht und andererseits der Track zur kleinen Herausforderung wurde. Und so genoss unser Redland nach weniger Kilometer schon ein 10-minütiges Bad. Dieser fast fatale Fahrfehler entstellte dann auch unsere Stossstange. Keiner von uns war jedoch stimmig, das Bad selber zu fotografieren, stattdessen versprachen wir uns ab sofort weniger Action und Hirn einstellen, trotz Ferien ;o). Das schöne Wetter trocknete dann die im Wasser gelegene Beifahrerseite ab und mit Hilfe eines Baumes konnte die Stossstange wieder in die richtige Position gerückt werden. Via Kalgoorlie-Boulder, wo sich heute die ergiebigste Goldmine Australiens befindet, fuhren wir zum freudig erwarteten Lake Ballard, auf welchem dürr und fast etwas geisterhaft 51 Stahlfiguren inmitten des Salzsees stehen, verteilt auf einer Fläche von rund 10 km2. Leider machte hier das schöne Wetter wieder etwas Pause, weshalb auch Rogers Kamera eine kleine genoss, anstatt auf Hochtouren zu laufen. In Meekatharra machten wir einen Dankesbesuch beim Royal Flying Doctor Service (RFDS), wo der damalige flugbegleitende Arzt den mitgebrachten Znüni gleich persönlich entgegen nehmen konnte. Newman fanden wir unspannend und nutzten diese Stadt deshalb nur, um uns für die kommenden Tage auszurüsten, den unser nächstes highlight war der 6 204 km2 grosse, im rostroten Herzen der Pilbara liegende und farbenprächtige Karijini N.P., wo wir uns aufs Schluchten hoch und runter kraxeln, aber auch aufs Plantschen in den Pools und Roger sicher aufs Fotografieren freuten. Das Thermometer meinte es wieder immer besser mit uns und so zeigte dies beim nächsten Nationalpark, dem Millstream-Chichester N.P. 37 Grad im Schatten, weshalb wir statt wanderten, die Zeit nutzten, um an diesem Reisebericht zu arbeiten. Und weil das alles viel zu langweilig wäre, besuchten wir spät abends in der höchst gelegenen Stadt Westaustraliens, in Tom Price, mal wieder eine Notfallaufnahme. Ein superkleines Insekt fand den Eingang von Conny’s Ohr und verführte einen riesigen Lärm im Gehörgang. Den Ausgang fand es natürlich nicht mehr und auch wir kriegten den Nachtschwärmer nach gegoogelten Tipps wie am Ohrläppli schütteln und Wassereinläufen nicht raus. Jedem, dem dies mal passieren sollte: Mit Olivenöl ersäufen und Wasser raus spülen führt zum Erfolg!

Mehr Bilder findet man in der Galerie, unter Ozeanien - Australien



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